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Linthbordschränzer
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Geschichte

1976 Entstehungsgeschichte der Guggenmusik Linthbordschränzer

Nachdem die Fasnacht 1974/75 für die im Jahre 1974 gegründete Guggenmusik "Zart und Bitter" eher etwas enttäuschend ausfiel, haben sich anschliessend an die Fasnacht 1976 vier Mitglieder dieser Guggenmusik (Walo Lüönd, Toni Blöchlinger, Urs Hornung und Fredy Kälin) mehr oder weniger durch Zufall wieder getroffen. Diese Zusammenkunft war selbstverständlich Anlass zur Diskussion betreffend einer Guggenmusik zwecks Neugründung. Am 15. März 1976 konnte von der Guggenmusik "Zart und Bitter" ein Kassabuch übernommen werden. Es wurde beschlossen, sich weiterhin jeden Sonntag zu treffen. An diesen Treffen wurde bereits über Sujet-Fragen diskutiert, Anmeldeformulare wurden ausgearbeitet und über die kommende Zukunft orientiert. So kam es 1976 zur ersten Versammlung, an der sich viele Personen aus Uznach und Umgebung trafen. Der Vorschlag des Namens: Guggenmusik Linthbordschränzer Uznach wurde einstimmig angenommen. Im Laufe des Jahres konnte  man ein Lokal von August Schubiger-Kühne an der Ernetschwilerstrasse mieten. So ging es ans Arbeiten. Mit grosser Mühe und ohne jegliche Erfahrung wurden die ersten Köpfe hergestellt. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit der Gipsform zur Maskenherstellung wurde die erste unbeschädigte Maske gebührend gefeiert. Die Polyesterdämpfe trieben die "Künstler" mehrmals ins Freie. So wurden nun also Abend für Abend, Sonntag um Sonntag, Masken kreiert, welche das Bild der Linthbordschränzer verschönern sollten. Nebst technischen Arbeiten und zahlreichen musikalischen Proben halfen alle Mitglieder tatkräftig mit, für die Fasnacht 1977 gerüstet zu sein.

1977 Erster Auftritt

Am 6. Januar 1977 erfolgte der erste offizielle Auftritt der Guggenmusik Linthbordschränzer in Reichenburg. Es folgten weitere Auftritte, so zum Beispiel in Eschenbach und Uznach. Schon als wir Linthbordschränzer erstmals das Städtchen durchquerten, wurde unser Auftritt durch grossen Publikumsaufmarsch belohnt. Nach der Fasnacht wurde nach vielen Vorsitzungen, am 2. April 1977 die effektive Gründungsversammlung abgehalten. Anwesend waren 29 Gründungsmitglieder. Unser Clublokal wurde in vielen Arbeitsstunden hergerichtet, was viel Zeit und viel Bier in Anspruch nahm. Grosszügig unterstützt vom Reiseunternehmen Blöchlinger Neuhaus, konnten wir an jedem Anlass pünktlich erscheinen und bis in alle Nacht bleiben. Zu Hause angelangt, wartet auf uns unser Vereinslokal mit der wunderschön eingerichteten Bar von Erich Kuster, Toni Blöchlinger und ihren Helfern. Leider musste bei der Korrektur der Ernetschwilerstrasse das Haus von August Schubiger-Kühne abgebrochen werden, somit mussten wir uns bereits um ein neues Clublokal bemühen.

1978 Erstes Guggenmusiktreffen in Uznach

Die Guggenmusik Linthbordschränzer organisierte mit der Fasnachtszunft "Uzinaha" das erste Guggenmusiktreffen in Uznach. Der Anlass wurde verbunden mit einem Guggerball im Hotel Ochsen. In diesem Jahr traten die Gugger ca. zwölfmal öffentlich auf. Die Bemühungen um einen eigenen Stammkeller trugen Früchte. Am 27. Juli 1978 wurde der Stammkeller im oberen Städtgraben eröffnet. So konnte für das Material ein idealer Raum geschaffen werden.

1979 Schnitzelbanksänger am Schübeldonnerstag

Nebst dem Guggertreffen in Uznach, standen die Umzüge in Eschenbach und Robenhausen im Mittelpunkt der diesjährigen Fasnacht. Erstmals wurde mit den Mäfu Schnitzelbanksängern der Schübeldonnerstag bestritten. Dieser Anlass hat sich bis heute als Publikumsrenner bewährt. Fredy Kälin und Hugo Gebert gaben ihre Chargen weiter an Karl Felber und Edgar Strotz. Für seinen grossen Einsatz wurde Fredy Kälin zum ersten Ehrenmitglied ernannt.

1980 Waldfest

Erstmals wurde 1980, nach langem Unterbruch, durch die Guggenmusik Linthbordschränzer ein Waldfest ins Leben gerufen. Dieser Anlass wurde ein Grosserfolg. Wir wurden vom Publikumsaufmarsch überrascht und unsere Bemühungen und die grosse Arbeit wurden dadurch belohnt. Als vollamtlicher Stammkellerwirt wurde Erich Kuster gewählt und als Stellvertreter stand ihm Ernst Gloor bei.

1981 Erste Guggerreise

Um den technischen Belangen gerecht zu werden, wurde eine technische Kommission bestimmt. Erstmals traten wir dieses Jahr bei der Fasnachtseröffnung nicht im üblichen Kostüm, sonder als "Schari-Wari", also individuell verschieden verkleidet auf. Höchste Spannung herrschte am Abend bei der Besammlung, wie sich wohl die einzelnen Mitglieder verkleidet haben. Ein Riesengaudi, dass sicher bei vielen Guggern in unvergesslicher Erinnerung bleiben wird. Zum 5jährigen Vereinsbestehen wurde eine zweitätige Reise nach Mittenwald organisiert. Nach dreimaligem Gewinn des Wanderpreises am Wandertag des ATB Uznach durften die Gugger den Pokal nun endgültig behalten. Sie spendeten allerdings gleich einen neuen Wanderpreis. Dieser Anlass war viele Jahre ein fester Bestandteil im Jahresprogramm der Guggenmusik, an dem sich immer viele Mitglieder beteiligten. In den Herbstmonaten wird der Guggerkeller vergrössert, nicht gerade zur Freude von Behörden und diversen Restaurants.

1982 Guggerwettspiel

Als Höhepunkt dieser Fasnacht kann sicher das Guggerwettspiel in Muri bezeichnet werden. Rangiert wurden wir im Mittelfeld, was jedoch der guten Kameradschaft und der Gemütlichkeit keinen Abbruch tat. Jedes dabei gewesene Mitglied wird sicher die riesige Konfettischlacht in Muri nie vergessen, welche bis heute als unerreicht bezeichnet werden kann. Kurt Blöchlinger nahm neu Einsitz im Vorstand. Die diesjährige Guggerreise führte uns zur 3-Seen-Fahrt auf den Neuenburger-, Bieler- und Murtensee.

1983 Neuer Stmmkellerwirt

Urs Hornung gab den Rücktritt aus dem Vorstand bekannt. Als sein Nachfolger wurde Albert Egli gewählt, der auch Einsitz bei der Uzinaha-Zunft nahm, um dort unsere Vereinsinteressen zu vertreten. Das Waldfest wurde dank gewohntem Wetterglück wieder zu einem vollen Erfolg. Hans Schmucki übernimmt das Amt des Stammkellerwirtes von Ernst Gloor. Der Guggerkeller wurde durch Wassereinbruch unter Wasser gesetzt. Viel Inventar wurde beschädigt und musste ersetzt werden.

1984 Die Kühe

Der Taktstock des musikalischen Leiters ging von Walo Lüönd zu Johnny Hardegger über. Zugleich wurde eine musikalische Kommission ernannt und eingesetzt. Aus Platzmangel entschloss man sich zum Verkauf der ersten Sujets. Das Sujet-Motto dieses Jahres hiess WM 84 mit den "Wolf-Grinden" die in Insiderkreisen auch "die Kühe"! genannt wurden. Erstmals nahm die Guggenmusik Linthbordschränzer an einem Umzug im Ausland teil, nämlich in Lustenau (A). In Lustenau ging die Post ab. Viele Gugger werden sich an die von uns mit einer Konfettikanone gefüllten Personenwagen erinnern. Die Obersee-Nachrichten organisierten erstmals die Sommerspiele. Als Organisator und Wettkämpfer zugleich wurde die Guggenmusik Linthbordschränzer engagiert. Die zweitägige Guggerreise führte ins Elsass. Bis zum Jahr 1984 musste ein neues Mitglied, um in den Verein aufgenommen zu werden, ein Jahr als Novize und ein Jahr als Probegugger mitlaufen. An der Hauptversammlung wurde beschlossen das ab sofort jeder, der ein Jahr Probegugger war, in den Verein aufgenommen werden kann. Ebenfalls wurde dieses Jahr der Guggerkeller durch Wassereinbruch nochmals erheblich verwüstet.

1985 Neuer Präsident

An der Hauptversammlung gab es an der Vereinsspitze grosse personelle Veränderungen. Die musikalische Leitung wurde von Otto Hug übernommen. Nach acht aufbauenden Jahren konnte Toni Blöchlinger einen angesehenen Verein seinem Nachfolger, dem neuen Präsidenten Karl Breny jung., übergeben. Unter Würdigung seiner grossen Verdienste für die Guggenmusik Linthbordschränzer und das Uzner Fasnachtsleben wird Toni Blöchlinger zum ersten Ehrenpräsidenten ernannt.

1986 10 Jahre Guggenmusik Linthbordschränzer Uznach

Mit einem dreitägigen Fest wurde die zehnjährige Vereinszeit gebührend gefeiert. Die letzten zahn Jahre trugen der Guggenmusik Linthbordschränzer Uznach ein hoch stehendes Ansehen bei Behörden, Öffentlichkeit und Fasnachtskreisen ein. An der Hauptversammlung wurde das Gründungsmitglied Urs Hornung zum Ehrenmitglied ernannt.

1987 Kein Waldfest mehr

Die zweitägige Guggerreise führte uns dieses Jahr nach Augsburg. Da durch Föhnsturm der Buchwald erheblich verwüstet wurde, konnte die Ortsgemeinde das Gelände nicht mehr zur Verfügung stellen. So konnte kein Waldfest mehr abgehalten werden.

1988 Neuer musikalischer Leiter

Otto Hug gab das Amt des musikalischen Leiters an Andi Romer weiter. Edgar Strotz wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Im August wurde für die Mitglieder der Guggenmusik ein Familienplausch im Burgerwald oganisiert. Im September fand an Stelle des Waldfestes das Pärklifest beim Sportplatz statt.

1989 Erste Frau im Vorstand

Silvia Ott übernimmt von Hans Schmucki das Amt des Stammkellerwirtes. Zugleich wird Silvia Ott als erte Frau in den Vorstand gewählt. Für seinen unermüdlichen Einsatz wird Josef Ott jun. die Ehrenmitgliedschaft verliehen. Die diesjährige Vereinsreise führt uns auf die Seebodenalp und in den Tierpark Arth Goldau.

1990 Kantonaler Jugendschwingertag

Wir übernahmen in diesem Jahr die Organisation des St. Galler Kantonalen Jungschwingertages. Während dieser Zeit war die Guggenmusik für die Verpflegung der Jungschwinger und Gäste verantwortlich, ebenso für das Unterhaltungsprogramm. Der seit 1979 im Amt weilende Vereinskassier Karl Felber wird zum Ehrenmitglied ernannt. Als Auftritt-Höhepunkt dieser Fasnacht dürfen der Kinderumzug in Rapperswil und der Auftritt im luzernischen Ennetbürgen betrachtet werden.

1991 15 Jahre Guggenmusik Linthbordschränzer Uznach

Wir konnten das 15-jährige Bestehen feiern. Kurt Blöchlinger tritt im Vorstand als technischer Leiter zurück, stellt jedoch seine Erfahrung und sein Know-how weiterhin zur Verfügung. Nachfolger von Kurt Blöchlinger wird Felix Ruckstuhl. Kurt Blöchlinger prägte über Jahre in der Funktion des technischen Leiters die Sujets der Linthbordschränzer. Der Clown, die Hexe, der Bär, die Sonnenblume, die "Kühe"! aber auch die neuen Sujets der letzten Jahre begeisterten die vielen tausend Zuschauer. Kurt Blöchlinger verhalf der Guggenmusik Linthbordschränzer zum Image, immer ein Top-Sujet zu besitzen. Für die grosse Arbeit wird ihm die Ehrenmitgliedschaft verliehen. Auch Erich Kuster erhält für sei grosses Engagement für die Guggenmusik die Ehrenmitgliedschaft. Die zweitägige Guggerreise führte uns dieses Jahr nach München ans Oktoberfest. Im Sonner übernahmen wir die Festwirtschaft für den Bürgertag. Trotz der dramatischen Ereignissen am Golfkrieg wurde beschlossen, die Uzner Fasnacht dennoch durchzuführen. Das OK-Fasnacht wurde gegründet und es wurde das erste öffentliche Gnagiessen unter der Leitung der Guggenmusik Linthbordschränzer durchgeführt.

1992 Carneval in Monthey

Das geplante Pärklifest musste wegen schlechter Witterung abgesagt werden. Dieses Jahr besuchten wir zwei Tage den Carneval in Monthey (Wallis). Unsere Sujets und die musikalischen Auftritte kamen bei der Walliser-Bevölkerung sehr gut an. Wir wurden an diesen zwei Tagen regelrecht verwöhnt. Der Guggerplausch für die Vereinsangehörigen und ihre Familien wurde im Burgerwald beim Lindenplatz abgehalten. Leider bekamen wir kurz nach Aschermittwoch die betrübliche Nachricht, dass unser Vorstands- und Aktivmitglied Felix Ruckstuhl bei einem tragischen Verkehrsunfall tödlich verunglückt ist. Durch den Tod von Felix Ruckstuhl wurde das Amt des technischen Leiters vakant. Bruno Vogt wurde als neuer technischer Leiter in den Vorstand gewählt.

1993 Der Präsident wird Ehrenmitglied

Als Höhepunkt der Fasnacht 1993 fuhren wir zu einem Guggertreffen nach Luzern. Das Wetter am Fasnachtsumzug in Frauenfeld war bitter kalt. Am Umzug in Küssnacht am Rigi waren bei unserem Erscheinen die Wienerli bereits vergriffen. Mit dem alten Eulensujet traten wir am Tag der offenen Tür der Schweizerischen Bankgesellschaft auf. Der Guggerplausch führte uns zwei Tage auf die Alp Palfries. An der Hauptversannlung übernahm Thomas Studer das Amt des Kassiers von Karl Felber. Iwan Thum übernahm den Materialwart von Josef Ott. Als Anerkennung für seine grosse Arbeit für den Verein wird Karl Breny jun. die Ehrenmitgliedschaft verliehen.

1994 Guggerwettspiel in Kaltbrunn

Als Höhepunkt dieser Fasnacht darf unser Auftritt beim Guggerwettspiel der Schnüffler-Guggenmusik in Kaltbrunn bezeichnet werden. Mit grosser Genugtuung wurde der 2. Schlussrang erreicht. Markus Ott wurde für seine grossen Verdienste zum Ehrenmitglied ernannt. Im Laufe des Sommers wurde unser Stammkeller umgebaut und modernisiert. Der FC Uznach führte das erste mal das Städtliturnier durch, an dem wir ebenfalls teinahmen.

1995 Sieg beim Guggerwettspiel in Kaltbrunn

Unser nochmaliger Auftritt beim Kaltbrunner Guggerwettspiel endete dieses Jahr mit einem Sieg der Guggenmusik Linthbordschränzer, welcher gebührend gefeiert wurde. Die Firma Otto Hofstetter AG feierte ihr Firmenjubiläum. Wir übernahmen bei diesem Anlass die Festwirtschaft. Der zweitägige Guggerplausch wurde in Quinten durchgeführt. Die geplante Befahrung des Linthkanals mit Schlauchbooten fiel der schlechten Witterung wegen buchstäblich ins Wasser.

1996 20 Jahre Guggenmusik Linthbordschränzer Uznach

Töni Blöchlinger, Fredy Kälin, Urs Hornung und Walo Lüönd sind die Stammväter der Guggenmusik Linthbordschränzer Uznach. 1996 dürfen die Linthbordschränzer mit Stolz auf 20 Jahre Fasnachtstradition zurückschauen. Von 1977 bis 1985 steuerte Toni Blöchlinger das Vereinsschiff. Sein Nachfolger, Karl Breny jun. übernahm im Jubiläumsjahr, 10 Jahre Guggenmusik Linthbordschränzer, das Ruder, dass er bis zum heutigen Tag mit viel Aufwand und Freude führt. Es wird ein Festzelt beim Parkplatz Mettler-Toledo AG an der Burgerfeldstrasse aufgestellt. Drei Tage lang wurde unser Jubiläum gefeiert. Am Freitag, 21. Juni spielten Suzanne Klee und Georg Hug auf, am Samstag heizte die Partyband Sommerwind so richtig ein. Der Sonntag begann mit einem Brunch und Frühschoppenkonzert mit den Gasterländer Blasmusikanten. Der Festakt begann um 12 Uhr mit dem Auftritt der Linthbordschränzer.

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